Aber wie befüllen, welches Volumen soll es haben, welche Form, wie

reinigen und wie sollen die Bienen das Futter aufnehmen?

Der Lösung kam ich immer nur stückchenweise näher.

Die Futterabnahme durch die Bienen kann nur von unten erfolgen, so wie

mit den umgedrehten Eimern, in dem das Futter durch Unterdruck

gehalten wird, wie in einer Glaspipette.

Die Befüllung funktioniert wegen des benötigten Unterdruckes nicht von

oben.

Aber wie den Tank befüllen, daß nicht alles unten heraus läuft?

Der Deckeltank muß also zur Befüllung umgedreht werden.

Aber wie verschließen ohne aufwendigen Mechanismus. Da kam mir die

Idee, daß ein Kunststoff-Abflußrohr aus dem Baumarkt mit einer

Verschlußkappe am Ende verschlossen werden kann, abgedichtet mit

einem Gummiring.

Das war die Lösung! Die Verschlußkappe wird mit dem Stockmeißel

einfach abgehebelt und nach dem Befüllen wieder draufgesteckt.

In dieser Verschlußkappe konnte ich die eine oder mehrere 2,5mm

Bohrungen anbringen durch die meine Bienen das Futter aufnehmen

können, ohne gleich alles auf einmal auszutrinken. Die Bienen müssen

sich zur Futteraufnahme anstellen, wie ein Kunde in der Warteschlange.

Bei 2-3 Futterbohrungen dauert es ca. zwei Wochen für 4,5Liter. Also ca.

3Kg Zucker. Das reicht um die Bienen permanent bei Laune zu halten

und ich muß nur einmal alle 2 Wochen die Bienen kurz stören.

Eine Kuntstoffverarbeitende Firma, es war die DINO AG in Berlin, der ich

für die Entwicklung zu großem Dank verpflichtet bin, half mir bei der

Verwirklichung meiner Idee.

Die Fachleute konnten mir den flachen Tank in einem aufwendigen

Fertigungsverfahren herstellen, wobei noch einige teure Änderungen

gemacht werden mußten, damit die gewünschte Funktion gewährleistet

ist. Es mußte also noch Forschungsarbeit geleistet werden.

Der Futterspender wird auf eine Grundplatte geschraubt in der eine

127,5mm Bohrung für den Futterstutzen angebracht ist und mit 8mm

Beespace versehen. Dieser Deckel samt Futterspender bleibt als oberer

Abschluß der Magazinbeute immer drauf.

Der Futterspender funktioniert besser als ich zuerst dachte. Ich kann von

außen sogar den Füllstand erkennen. Wenn ich mir nicht ganz sicher bin,

drücke ich mit dem Finger auf den Behälter und höre bei nachlassendem

Druck ein blubberndes Geräuch. Wenn die Bienen mit Futter versorgt

sind und der Behälter leer ist, nehme ich die Verschlußkappe ab und die

Bienen reinigen mir den Tank von innen. Nach 2-3 Tagen stecke ich die

Verschlußkappe auf nehme den Wachspfropfen der ca.8mm Bohrung ab

und die Bienen verlassen durch diese Bienenflucht den Tank. Sollte mal

trotz dem eine Reinigung nötig sein, so ist diese am Bienenstand mit

etwas Wasser und einem Flaschenpinsel leicht und schnell möglich.